Museumsnacht

Auf dieser Seite informieren wir Sie über den Verlauf der einer Ausstellung im Jahre 2009, die am 25. April im Archäologischen Museum Robertinum der Universität anläßlich der Museumsnacht stattfand.

Eingang zur Ausstellung der Museumsnacht 2009

Im Archäologischen Museum der Universität zu Halle, dem Robertinum, präsentierte unsere Gesellschaft erstmalig sein

Herr Dr. Stefan Lehmann als Leiter des Robertinums war im Vorfeld an uns herangetrete mit dem Vorschlag, unser noch nicht vorhandenes Museum – ein “Museum im Wartestand” also – anläßlich einer Ausstellung vorzustellen. Gern nahmen wir dieses Angebot an, mit welchem die Universität Dank sagen wollte demjenigen, dem sie die Noch-Existenz ihres Archäologischen Museums zu verdanken hat – Felix Graf von Luckner. In Deutschland gibt es neben dem Robertinum in Bonn nur noch noch ein weiteres vergleichbares Museum, welches den letzten Krieg überstanden hat.

Die Presse wurde informiert, und wir baten unter anderem die Hallenser um Hilfe.

Sie werden vielleicht wissen, daß 1977 des Grafen Wohnhaus quasi geplündert wurde. Viele Dinge wanderten schlicht auf dem Müll – eine Schande !!!! Aber mancher, der grad vor Ort war, konnte die Gelegenheit nutzen, Dinge zu retten. So erhielten wir kürzlich leihweise ein Bild der norwegischen Königin im Goldrahmen. Genau dieses Bild war Teil der Tarnung, als Luckner mit der Seeadler die britische Blockade durchbrach. Luckner beschreibt in seinem Buch “Seeteufel”, wie das Schiff zu einem Norweger wurde, wie man alles deutsche vor den Augen der Briten verbarg. So hing man an die Wände des Salons (Seite 136 der Originalausgabe) Bilder des norwegischen Königspaares. Zumindest das Bild von Königin Maud bargen Ureinwohner aus dem Wrack der Seeadler und übergaben es Luckner 1937, als dieser wieder in der Südsee war, diesmal mit Ehefrau und Yacht “Seeteufel”. Graf Luckner brachte das Bild mit nach Halle, und hier ging es schließlich fast verloren. Ein im Haus zufällig anwesender Handwerker entdeckte es beim Brennholz und rettete es vor der sicheren Vernichtung. Wir hoffen, das Bild evt. später käuflich erwerben zu können für unser Museum. Es wäre ein absolutes Highlight unserer Sammlung und war zunächst nur zur Museumsnacht zu sehen.

Doch auch andere Leihgeber waren sofort bereit, uns zu helfen. Fast schon erstaunt waren wir selbst, was wir angesichts der kurzen Vorbereitungszeit auf die Beine stellen konnten. Einen großen Raum im Archäologischen Museum Robertinum gestalteten wir aus und hatten nicht einmal die Möglichkeit, unseren gesamten Fundus zu zeigen, am fehlenden Material wird also ein Museum wohl nicht scheitern.

Professionell war die Hilfe des Robertinums, und insbesondere Herrn Dr. Lehmann sowie Herrn Henryk Löhr sei auf diesem Wege nochmals Dank gesagt für die wertvolle Hilfe. So konnten wir unsere Ausstellungsstücke in teilweise über 100 Jahre alten Vitrinen präsentieren, ganz abgesehen vom unvergleichlichen Ambiente des Hausese selbst, welches selbst Präsentation und nicht allein eine würdige Umrahmung war.

Ungefähr 500 Besucher fanden bei trefflichem Wetter den Weg zu uns und unserem “Museum im Wartestand” und äußerten sich durchweg positiv zu unseren Plänen.

Nach Mitternacht war es bereits, als wir wieder zusammenpackten und dem Raum die ursprüngliche Funktion wiedergaben. Die geliehenen Stücke kamen schnell wieder dort an, wo sie hingehören, was wir mit einem Dank an alle Leihgeber verbinden möchten sowie an alle, die uns gar Sachen auf Dauer überlassen haben.

Vor, während und auch nach der Veranstaltung gab eindeutige Signale von Seiten maßgeblicher Stellen in Halle, die uns zeigen: “We are in!”. Man nimmt uns ernst und erachtet uns als seriös. Insofern war die Museumsnacht 2009 ein Meilenstein in der Geschichte unserer Gesellschaft.

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