Allgemein

Friedensglocken am 19. April 2017

Am Mittwoch, dem 19. April, wurden traditionsgemäß um 10.55 Uhr die Glocken der Kirchen in Halle und Umgebung zum Läuten gebracht.

Es sind FRIEDENSGLOCKEN, denn um diesen Zeitpunkt endete im Jahre 1945 in unserer Stadt der 2. Weltkrieg. Für die Saalestadt ist es ein schönes Erinnern, denn der Krieg hatte in Halle weitaus weniger schlimme Folgen, als es in anderen Städten zu beklagen war. Gleichwohl gab es auch bei uns Tod, Leid und Zerstörung. Das Schlimmste war aber durch mutiges und umsichtiges Agieren auf beiden Seiten der Front verhindert worden, was unser Gedenken zu einer sehr positiven Sache macht.

Freunde und Mitglieder unserer Gesellschaft waren dabei, um auf dem Marktplatz vor der Kirche U.L.Frauen (am Lutherdenkmal) dem Klang der Glocken zu lauschen.

Unsere nebenseitig abgebildete Erinnerungsschrift, in welcher wir die Geschichte rund um die Tradition des Läutens der “Friedensglocken von Halle” beleuchten, wurde wieder angeboten. Kaufen kann man das Büchlein übrigens auch in der Thalia Buchhandlung am Marktplatz.

Auf der Cambronne in die Freiheit

Bark Cambronne um 1904, (Fotograf Wilhelm Hester, Copyright erloschen, Sammlung University of Washington).
Am 21. März 1917 entließ Graf Luckner die gefangenen Seeleute verschiedener Nationen auf diesem Schiff in die Freiheit.

Genau am 21.3.2017, also vor 100 Jahren, entließ Felix Graf  von Luckner in seiner Funktion als Kommandant des deutschen Hilfskreuzers S.M.S. “Seeadler” viele gefangene Matrosen und Kapitäne verschiedenster Nationen in die Freiheit.

Vorangegangen war eine Kaperfahrt, bei der Luckner mehrere feindliche Handelsschiffe hatte versenken lassen, stets darauf achtend, dass alle Seeleute der gekaperten Schiffe auf die „Seeadler“ übernommen wurden.

So war letztlich während der gesamten Kriegführung Luckners nur ein Leben zu beklagten, das des englischen Seemanns Douglas Page.

Auf der “Seeadler” wurde es langsam zu eng, so daß sich Luckner entschloß, die neuerlich gekaperte französische Bark “Cambronne” nicht zu versenken, sondern diese als Freiheitsschiff einer neuen Funktion zuzuführen. Er ließ die Masten kürzen, bestimmte einen Kapitän und entließ sämtliche zuvor gefangene Seeleute in die Freiheit, wohl wissend, daß sein bis dato geheimer Kaperkrieg nicht mehr wie zuvor geführt werden konnte. Daher machte sich Luckner zeitgleich auf, über das Kap Hoorn in den Pazifik zu segeln, um dort weitere Schiffe kapern zu können.

Die von Luckner freigelassenen Engländer, Franzosen, Amerikaner und Italiener trugen die gute Behandlung auf der “Seeadler” in ihre Heimatländer, was die Basis dafür bildete, daß Graf Luckner letztlich weltbekannt und hoch geschätzt wurde.

Mehr Informationen zur “Cambronne” finden Sie >>> HIER <<<

Fahrt der “Seeadler” – Jubiläum

“SEEADLER” auf einer Postkarte / “SEA EAGLE” at a postcard

Am 21. Dezember letzten Jahre saßen die Mitglieder und Freunde der internationalen Felix Graf von Luckner Gesellschaft beim letzten Luckner Stammtisch des Jahres zusammen und gedachten des Beginns einer legendären Kaperfahrt, denn vor genau 100 Jahren war der deutsche Hilfskreuzer “Seeadler” in See gestochen. Unter dem Kommando von Graf Luckner nahm eine wohl einzigartige Geschichte ihren Anfang, die letztlich die Basis dafür bildete, daß insbesondere der Graf international bekannt und geschätzt wurde.

Felix Graf von Luckner betonte später während seiner Vorträge stets, daß kein feindlicher Seemann sein Leben lassen mußte, denn er praktizierte eine humane Kriegsführung. Nun, man mag zweifeln, ob ein Krieg überhaupt human geführt werden kann, doch versuchte Luckner in der Tat stets, Menschenleben zu schützen. Er betrachtete und behandelte die von ihm gefangenen Seeleute stets als Gäste und nicht als Feinde.

Allerdings – daß “kein” Seemann sein Leben lassen mußte, stimmt hingegen nicht, denn ein Opfer gab es leider zu beklagen.

Genau heute vor 100 Jahren, also am 11. März 1917, wurde der englische Dampfer “Horngarth” aufgebracht. Für die Männer auf der “Seeadler” war ein Dampfer natürlich ein besonderes Ziel, war man doch selbst unter Segeln unterwegs, offiziell zumindest, denn den auf dem deutschen Hilfskreuzer “Seeadler” vorhandenen Hilfsmotor konnten die anderen ja nicht sehen. Für den Kapitän der “Horngarth” war es auf der anderen Seite freilich eine besondere Schmach, von einem feindlichen Segler aufgebracht zu werden, so mag er die Maschinen besonders unter Dampf gesetzt haben, doch es nützte nichts, denn auch die “Seeadler” war nicht unbedingt auf Wind angewiesen.

Letztlich befahl die deutsche Seite doch angesichts des flüchtenden Engländers den Einsatz der Kanonen, kurz darauf schlugen Granaten auf der “Horngarth” ein. Mindestens eine dieser traf auf eine Dampfleitung, wodurch drei englische Matrosen verletzt wurden. Einer von ihnen erlag trotz vieler Bemühungen um sein Leben seinen Verletzungen.

Der Seemann hieß Douglas Page.

Wir nehmen das Jubiläum zum Anlaß, insbesondere dieses tragischen Vorfalles zu erinnern und werden am kommenden Mittwoch, dem 15. März 2017, anläßlich des Luckner Stammtischs dieses englischen Seemannes gedenken.

Weitere Infos zu diesem Thema haben wir für Sie zusammengetragen, sie finden diese  >>>HIER <<<

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Nachruf für Peter Rüdiger

Mit großer Betroffenheit mussten wir zur Kenntnis nehmen, daß einer unserer Mitglieder “der ersten Stunde” den Kampf gegen eine schwere Krankheit verloren hat und verstorben ist.

Peter Rüdiger wird uns sehr fehlen!

Wir schätzten an ihm seine Hilfsbereitschaft, sein hohes Engagement für die Sache “Luckner”, seine gute Laune und sein Ideenreichtum. Er hatte das Herz am rechten Fleck. Peter war stets zur Stelle, wenn es um handwerkliche Arbeiten ging; auch war er aktiv an der Organisation von Veranstaltungen beteiligt. So spielte er hervorragend das Bandoneon, wirkte zusammen mit anderen Musikern und Sängern bei einer hochrangigen Veranstaltung mit und war mit dem von Ihm gegründeten Chor “Hallesaaler” stets gern gesehen bei Weihnachtsmärkten oder anderen Veranstaltungen der Luckner Gesellschaft.

Wir werden Peter Rüdiger stets ein ehrendes Andenken bewahren.

In tiefer Trauer
Der Vorstand

Friedensglocken am 19. April – Erinnerungsschrift druckfrisch

 Am kommenden Dienstag, dem 19. April, werden in Halle schon traditionsgemäß um 10.55 Uhr die Friedensglocken läuten.

Ebenfalls traditionsgemäß werden wir in diesem Zusammenhang mit ein paar begleitenden Worten auf die Hintergründe der Veranstaltung hinweisen, wenngleich dieses Mal die Teilnehmer kein Spektakel erwarten können, wie es in letztem Jahr organisiert worden war.

Als kleine Überraschung haben wir jedoch ein neues Buch im Gepäck, in dem wir in die Geschichte und die Entwicklung dieses Stückes hallescher Erinnerungskultur näher beleuchten werden.

Auf knapp 80 Seiten nimmt Sie der Präsident unserer Gesellschaft, Matthias J. Maurer, auf eine spannende Reise und zeigt auf, wie aus einer spontanen Idee ein beeindruckender Beitrag zur Aufarbeitung hallescher Stadtgeschichte wurde. Das Buch ist übrigens zweisprachig (englisch und deutsch) ausgeführt, denn ob der internationalen Ausrichtung der Gesellschaft ist natürlich der Vertrieb in das Ausland geplant.

In der Schrift werden über 100 bislang unveröffentlichte Bilder gezeigt, teilweise sind dies Bilder, die mit zeitgenössischen Kameras geschossen wurden und das authentische der Angelegenheit unterstreichen.

Am 19.4. wird das Buch auf dem Markt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und danach über die Luckner Gesellschaft bzw. direkt beim Verlag zu beziehen sein.

Auf zu Rossmann !!!

Nein, weder sind wir verrückt geworden noch haben über Nacht entschieden, für eine ganz bestimmten Drogeriemarkt bzw. eine Kette solcher Märkte Werbung zu machen. Doch die aktuelle Ausgabe der Kundenzeitschrift von Rossmann gibt Anlaß, eine kleine Ausnahme hiervon zu machen.

Der CENTAUR, so heißt die Zeitschrift, die viele von Ihnen vielleicht sogar regelmäßg lesen, ist übrigens mit einer Auflage von ca. 950.000 stärker als der Spiegel, der lediglich eine Zahl von 100.000 weniger aufzuweisen hat.

In der aktuellen Ausgabe geht es ab Seite 76 um die Geschichte der Rettung der Stadt Halle. Auf jeden Fall lesenswert, also auf zu Rossmann und sich den CENTAUR sichern.

Wer gleich mal online schmökern möchte im Magazin, der findet hier den >>>Link<<<

Und am 19.4. ab 9.30 Uhr auf dem halleschen Marktplatz sollten Sie dabei sein, wenn es darum geht, in würdiger Form dem Ende des 2. Weltkrieges in Halle zu gedenkenm, den Ablaufplan finden Sie >>>hier<<<

Graf Luckner rettete den Silberschatz der Halloren

Kürzlich wurde es publik gemacht. Graf Luckner – dem als einem der Retter der Stadt Halle vor völliger Zerstörung im Jahre 1945 von vielen ein ehrendes Andenken bewahrt wird - rettete im gleichen Jahr auch den Silberschatz der Halloren vor einer möglichen Verbringung in den Herrschaftsbereich der Sowjets. Bei dem Silberschatz handelte es sich um damals 52 Silberbecher (heute ist die Sammlung auf mittlerweile 94 Exemplare angewachsen), welche die “Salzwirkerbruderschaft im Thale zu Halle” als älteste noch und dauerhaft existierende Bruderschaft (gegründet im Jahre 1491) von vielen Regenten, Herrschern und sonstigen Prominenten oder anderen Vereinigungen gestiftet bekommen haben.

Dieser Schatz ist so einmalig wie die Bruderschaft selbst, so dass es nicht verwundert, dass die Halloren im März 2915 den Titel “Immaterielles Weltkulturerbe” der UNESCO verliehen bekamen.

Luckner ließ im Jahre 1945 seine Beziehungen spielen, als er Vertreter der US-Army bat, den Halloren bei der Heimholung des Silberschatzes zu helfen. Dieser befand sich augelagert in einem Bergwerksschacht, wo er vor Bomben geschützt werden sollte. Die Becher wurden nun in die Keller der Moritzburg in Halle verbracht.

Kurz vor dem Besatzungswechsel um den 1. Juli 1945 (Amerikaner zogen ab, Rote Armee übernahm den mitteldeutschen Raum und damit auch Halle) gab Luckner, dem dies eher als der normalen Bevölkerung bekannt war, den Halloren einen entscheidenden Tipp: “Ihr hab nur wenige Stunden Zeit, den Schatz aus der Moritzburg zu holen!”. Zwei Salzwirker machten sich mit dem Handwagen auf den Weg und brachten die Becher in die Saline, dem Sitz der Bruderschaft. Dort wurde er zunächst verborgen, und als sich die Verhältnisse etwas normalisiert hatten, konnten ihn die Halloren  wieder ungefährdet zeigen.

Den aktuellen Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung finden Sie >>> HIER <<<

Besuchen Sie uns auf der Messe!

Heute morgen wurde auf der Halle-Messe die Schau “Reise, Freizeit, Caravan” eröffnet, die gleichzeitig mit der “MotorTrend” abgehalten wird. Also gleich zwei Gründe, einen Besuch auf der freundlichen Messe in Halle ins Auge zu fassen.

Ein dritter Grund könnte es sein, unseren Stand in der Halle 1 (Stand 1 H 9) zu besuchen, der sich direkt an dem Übergang zu Halle 2 befindet und schon deshalb kaum zu verfehlen ist. Zudem sticht wieder einmal die riesige USA Fahne heraus, die wir nur ganz selten zeigen.

Graf Luckner erhielt diese Fahne, als er in den 20er Jahren des letzten Jahrhundert zum Ehrenbürger von San Francisco ernannt wurde. Aus diesem Grund hat die Fahne auch nur 48 Sterne, denn Alaska und Hawaii gehörten noch nicht zu den USA.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch, noch bis einschließlich Sonntag sind wir vor Ort. Informieren werden wir Sie über den Stand der Planungen zum 19. April, dem Tag, an dem in Halle der 2. Weltkrieg zu Ende ging. Natürlich soll und wird das runde Jubiläum gebührend gewürdigt werden. Ehrengäste wie der der Ehrenbürger der Stadt Halle, Herr  Dr. Hans-Dietrich Genscher und Vertreter der US-amerikanischen Diplomatie aus Generalkonsulat haben Ihre Teilnahme bereits bestätigt.

Bleiben Sie gespannt und uns gewogen.

Gründung der Luckreativ-Gruppe

In German only: Am gestrigen Tage hat sich die Luckreativ-Gruppe gegründet. Dies sind bislang drei Damen, welche viel vorhaben. So werden sie sich – ähnlich dem (leider) derzeit männlich dominierten Luckner Stammtisch – regelmäßig treffen, um ihre Fähigkeiten voll zu Geltung zu bringen. Es soll geschaffen, gebastelt, gekocht und noch viel mehr werden, natürlich mit dem Ziel, beim Beisammensein eine schöne Zeit zu haben und ganz nebenbei die Ziele unserer Gesellschaft noch mehr Menschen näher zu bringen. Angedacht ist, am 26.9. im Innenhof unserer Gesellschaft ein “Kartoffelfest” zu veranstalten mit Angeboten für Kinder und Erwachsene. Möchten Sie mehr erfahren? Eine kurze eMail an uns genügt. Auf unserer Webseite finden Sie zudem Infos zu nächsten Termin. Luckreativ – das ist neu in der der Luckner Gesellschaft!

Jahresplan 2015 zum Download

Unser Jahresplan für 2015 ist im Rahmen der letzten Sitzung beschlossen worden. Er steht Mitgliedern und allen sonst Interessierten >>> In dieser Rubrik<<< (bitte klicken) zum Download zur Verfügung. Natürlich wird es im Laufe des Jahres Änderungen und Ergänzungen geben. Schauen Sie daher bitte regelmäßig in dieser Rubrik nach, denn hier erhalten Sie die aktuellen Informationen.

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